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Gesellschaft

„Kopfprobleme“ und täglicher Alkoholkonsum: Mitbewohner beschreiben den südsudanesischen U-Bahn-Mörder Ariop A. als tickende Zeitbombe

Vor der weißen Tür sind schwarze Schmierspuren zu sehen, im Flur hängen Anweisungen zur Nachtruhe und Müllentsorgung in mehreren Sprachen. In der Containerunterkunft soll auch ein Mann gelebt haben, der in Deutschland zum Mörder wurde.

Wer war Ariop A., der 25-jährige Südsudanese, der am Donnerstag in Hamburg sich selbst und eine 18-jährige Iranerin auf das Gleisbett vor eine einfahrende U-Bahn schleuderte? Noch immer ist über den Mann wenig bekannt. Doch NIUS-Recherchen zeichnen erstmals das Bild eines Migranten, der trotz eineinhalbjährigen Aufenthalts in Deutschland nie wirklich angekommen ist. Seine Mitbewohner beschreiben ihn als konfliktsüchtigen und unbeliebten Mann, der immer wieder durch aggressives Auftreten und übermäßigen Alkoholkonsum auffiel.

„Er war nicht normal. Und das war das Problem“, sagt ein Mann, der seit zwei Jahren in der Unterkunft lebt und A. kannte. Der Mitbewohner lebte im oberen Stockwerk und hatte den Südsudanesen seit etwa zwei bis drei Monaten als Nachbarn. Zudem habe Ariop A. täglich Alkohol konsumiert und sich dadurch in einen unberechenbaren Zustand versetzt. „Er hat schon immer viel Bier und anderes getrunken.“

Andere Bewohner bestätigen diese Eindrücke. Ein weiterer arabischstämmiger Gesprächspartner, der anonym bleiben möchte, spricht von „Kopfproblemen“. Auch soll A. zwischenzeitlich einen Job als Fahrer bei DHL gehabt, diesen aber, so die Bewohner, bereits nach kurzer Zeit verloren haben. In bruchstückhaftem Deutsch beschreiben die Personen, mit denen NIUS sprechen konnte, die Realität einer Flüchtlingsunterkunft, in der A. immer wieder für Probleme sorgte: Der Südsudanese habe sich vor allem mit „arabischen Menschen“ angelegt, was zu Konflikten führte. Es gab Vorfälle, wegen derer einzelne Bewohner umgezogen sind. „Von unten ist jemand umgezogen, weil er den Stress nicht ertragen hat. Deswegen hat er sich ein anderes, besseres Gebäude gesucht.“

Ansprache in mehreren Sprachen: Bewohner werden angehalten, die Flure sauber zu halten.
Ansprache in mehreren Sprachen: Bewohner werden angehalten, die Flure sauber zu halten.

Kurz nachdem im Heim am Donnerstag die Nachtruhe begann, tötete A. eine 18-jährige Iranerin.
Kurz nachdem im Heim am Donnerstag die Nachtruhe begann, tötete A. eine 18-jährige Iranerin.

„Randale“, die dazu führte, dass A. auch Thema bei Sozialarbeitern wurde

Zudem sei auffällig gewesen, wie isoliert Ariop A. war. Der Ostafrikaner habe keinen Anschluss gefunden und sei nur mit schwarzen Menschen in Berührung gekommen. Im Heim habe er immer wieder „alleine draußen“ gesessen und getrunken. Der spätere Täter suchte zudem selten Austausch, reagierte stattdessen aggressiv und ablehnend auf Annäherungsversuche oder Fragen seiner Mitbewohner. Immer wieder soll der Südsudanese rumgeschrien haben. Wie seine Mitbewohner schildern, habe es im Heim so oft „Stress“ gegeben, dass A.s Verhalten auch unter Sozialarbeitern Thema wurde – und im Raum stand, ihn aus der Unterkunft zu verweisen. Einen freiwilligen Auszug habe A. verweigert.

Bei dem Flüchtlingsheim handelt es sich um eine Containerunterkunft mit zweigeschossigen Modulen und Spitzdach. Sie bietet Platz für mehr als 200 Personen und umfasst neben Wohnräumen auch Büros für Sozialarbeiter sowie Gemeinschaftsbereiche wie Küchen und Bäder. Die Bewohner stammen aus Syrien, Afghanistan, Russland, der Ukraine, dem Iran. Die Bewohner sollen sich überwiegend gut untereinander verstanden haben, nur A. sei Außenseiter gewesen. An den weißen Wänden prangt am Samstag ein Zettel mit der Aufschrift: „Don’t throw waste out of the window“, also: „Schmeißt den Müll nicht aus den Fenstern“. In der Unterkunft, die sich gut drei Kilometer vom Tatort, der Haltestelle Wandsbek-Markt, befindet, soll es zudem immer wieder zu Polizeieinsätzen gekommen sein.

Nach Informationen von NIUS durchsuchten Beamte am Freitag um 2:00 Uhr, vier Stunden nach der Tat, das Zimmer des anerkannten Flüchtlings, der im Obergeschoss mit 13 weiteren Personen wohnte und der einzige schwarze Bewohner der Etage war. Vor A.s Zimmer finden sich unterdessen Spuren von Vernachlässigung und Gewalt, darunter Kratzer an der Tür und dunkle Schmierflecken an weißen Wänden, die von Tritten durch A. kommen sollen – „Randale“, wie es heißt. Neben der Tür liegt ein einzelner, abgetragener weißer Sneaker mit grünem Logo auf dem grauen Linoleumboden.

Ein zweistöckiger Containerbau: Auf der oberen Etage lebte der Südsudanese mit 13 Mitbewohnern, war jedoch der einzige Schwarze.
Ein zweistöckiger Containerbau: Auf der oberen Etage lebte der Südsudanese mit 13 Mitbewohnern, war jedoch der einzige Schwarze.

Spuren, die von „Randale“ zeugen: Hinter dieser Tür wohnte Ariop A.
Spuren, die von „Randale“ zeugen: Hinter dieser Tür wohnte Ariop A.

A. trank sechs Stunden vor der Tat bereits Alkohol

Entgegen ersten Berichten der Welt, die von einer Aufnahme im Rahmen von humanitären Aufnahmeprogrammen der Bundesländer sprachen, berichtet die Zeit, dass A. Mitte 2024 im Rahmen des Resettlement-Programms des Bundes nach Deutschland gekommen war. Beim Resettlement-Programm handelt es sich um die gesteuerte Aufnahme angeblich besonders vulnerabler Migranten, die von UNHCR und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ausgewählt werden und in Deutschland dauerhaft Flüchtlingsstatus oder subsidiären Schutz erhalten. Zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 30. Juni 2025 reisten insgesamt 6.912 Migranten im Rahmen jenes Resettlement-Programms (und weiterer humanitärer Hilfsprogramme) in die Bundesrepublik ein, darunter 514 aus dem Südsudan. Federführend beim Resettlement-Programm ist das Bundesinnenministerium, das zum Zeitpunkt von A.s Einreise von Nancy Faeser (SPD) geführt wurde. Eine Anfrage von NIUS, wie man den Vorfall bewertet und aus welchen humanitären Gründen A. aufgenommen wurde, ließen das Innenministerium sowie Faeser bis Samstagnachmittag unbeantwortet. Nach Informationen von NIUS führen Behörden den Südsudanesen mit dem Geburtsdatum 1. Januar.

Wie NIUS von der Staatsanwaltschaft erfuhr, soll der Südsudanese „bereits strafrechtlich in Erscheinung“ getreten sein, ohne dass eine Sprecherin ausführen wollte, wegen welcher Delikte und wie oft dies der Fall war. Wie die Bild exklusiv berichtet, soll der Asylbewerber mehrfach durch Aggressions- und Gewaltdelikte aufgefallen sein und erst vor wenigen Tagen Polizeibeamte attackiert haben. Zwar nahm die Polizei Ariop A. fest und leitete ein Verfahren wegen Widerstands und gefährlicher Körperverletzung ein, dennoch kam der Mann wieder auf freien Fuß.

Ankunft im Rahmen des Resettlement-Programms: Migranten aus Afrika kommen in Leipzig an.
Ankunft im Rahmen des Resettlement-Programms: Migranten aus Afrika kommen in Leipzig an.

Beamte sichern den Tatort an der Haltestelle Wandsbek-Markt.
Beamte sichern den Tatort an der Haltestelle Wandsbek-Markt.

Wenig später riss er eine 18-Jährige in den Tod. Wie Mitbewohner schildern, begann der Südsudanese am Donnerstag ab 16 Uhr, Alkohol zu konsumieren. Sechs Stunden später, gegen 22:07 Uhr, schleuderte er sich selbst und die Iranerin Fatemah D. vor eine U-Bahn; beide starben vor Ort. Die Iranerin, die in der Gemeinde Norderstedt in Schleswig-Holstein wohnte, soll zuletzt in einem Frauenhaus gelebt haben, das sie aufgrund häuslicher Gewalt bezogen hatte.

Am Donnerstagabend holte die Gewalt sie ein – als Unbeteiligte an einem Bahnhof, wo sie auf eine U-Bahn wartete. „Dich nehme ich mit“, soll A. Augenzeugenberichten zufolge geschrien haben, bevor er sie in den Tod stieß.

Lesen Sie auch:
Brutaler U-Bahn-Mord in Hamburg: Die Massenmigration ist für Deutschland lebensgefährlich

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Kommentare
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Bertram S.
31. Januar 2026, 16:58

Es steht außer Frage, daß die Terrorisierung der deutschen Bevölkerung von der Politik voll beabsichtigt ist.

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Michael L.
31. Januar 2026, 16:47

tickende Zeitbombe - Alkohol - aggressiv war ja alles bekannt . Maßnahmen ? Keine

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Georg F.
31. Januar 2026, 16:40

Besonders vulnerable Migranten... Man müsste lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Das ist doch alles vollkommener Irrsinn.

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Thomas B.
31. Januar 2026, 16:20

Vielen lieben Dank Frau Faeser, dass ihr Ministerium unter ihrer Führung diesen Mitmenschen zu uns gebracht hat: Sie haben Menschen im Südsudan davor bewahrt, zum Opfer zu werden. Jeder dafür verausgabter deutscher Steuercent hat sich also gelohnt … Ich möchte deshalb gerne sehr viel mehr Steuern zahlen: SPD, Grüne und Linke: Bitte, bitte, erhöht die Steuern!

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