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Trump wird wegen seiner Abschiebepolitik als Nazi diffamiert. Nun ist eine Rede von Vorgänger Obama aufgetaucht, in der er rigorose Deportationen rechtfertigt. Die Zahlen von «Chefabschieber» Obama übertrafen jene von Trump deutlich
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Trump steht am Pranger. Bei seiner Deportationspolitik gehe er vor wie die Gestapo. Er lasse massenhaft unbescholtene Menschen ausschaffen, die schon lange in den USA leben.

Kaum erwähnt wird: Die Zahl der Abschiebungen unter Trump fällt im Durchschnitt deutlich geringer aus als jene unter Barack Obama und Joe Biden.

Die beiden Demokraten haben massenweise Migranten abgeschoben, deren einziges «Delikt» darin bestand, dass sie illegal die Grenzen passiert hatten.

Ein Clip von Obamas Rechtfertigung seiner rigorosen Abschiebungspolitik aus dem Jahr 2010 verbreitet sich derzeit viral.

In einer Rede an der American University School of International Service, Washington, D. C., verteidigt Obama Abschiebungen, selbst von Menschen, die «nur versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen». Ein Stopp der Abschiebungen würde zu einem Anstieg der illegalen Einwanderung führen.

Menschenrechtsgruppen und Medien kritisierten Obama damals als «Deporter in Chief» (Chefabschieber). Er würde Einwanderer abschieben, die ausser der illegalen Grenzüberquerung kaum oder gar keine schwerwiegenden Straftaten begangen hatten.

An die Adresse seiner Gegner sagte Obama:

«Es gibt einige in der Einwandererrechtsbewegung, die leidenschaftlich dafür plädieren, dass wir denjenigen, die sich illegal [hier] aufhalten, einfach einen legalen Status gewähren oder zumindest die geltenden Gesetze ignorieren und die Abschiebungen beenden sollten, bis wir bessere Gesetze haben.»

«Und oft wird dieses Argument moralisch begründet: Warum sollten wir Menschen bestrafen, die nur versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen?»

Dann lieferte Obama ein Plädoyer für eine breit angesetzte Deportation illegaler Immigranten:

«Ich verstehe das Mitgefühl, das hinter diesem Argument steht, aber ich halte einen solchen undifferenzierten Ansatz für unklug und unfair», so Obama.

«Es würde denjenigen, die darüber nachdenken, illegal hierherzukommen, suggerieren, dass eine solche Entscheidung keine Konsequenzen hat, was zu einem Anstieg der illegalen Einwanderung führen könnte. Ausserdem würde es die Millionen von Menschen auf der ganzen Welt ignorieren, die darauf warten, legal hierherzukommen.»

Ob unbescholten oder kriminell, alle Illegalen müssten für ihren Gesetzesbruch geradestehen, schloss Obama:

«Egal, wie anständig sie sind, egal aus welchen Gründen, die 11 Millionen, die gegen diese Gesetze verstossen haben, sollten zur Rechenschaft gezogen werden.»

Denn: «Letztlich hat unser Land, wie alle Länder, das Recht und die Pflicht, seine Grenzen zu kontrollieren und Gesetze für Aufenthalt und Staatsbürgerschaft festzulegen …»

Zwar konstatierte Obama, dass er nicht dafür sei, «11 Millionen Menschen» abzuschieben. Denn «ein solches Unterfangen wäre logistisch unmöglich und extrem teuer.» Später fokussierte er bei den Deportationen stärker auf kriminelle illegale Einwanderer.

Dennoch schob Obama während seiner zwei Amtszeiten insgesamt 5,3 Millionen Einwanderer aus den USA ab. Deutlich mehr als Trump, der es während seiner ersten Amtszeit auf 2 Millionen brachte.

Übrigens vertraute Obama bei seiner Deportationspolitik auf eine altbekannte Fachkraft: Tom Homan, Trumps «Grenz-Zar», der von Medien heute als Nazi diffamiert wird.

Unter Obama amtierte Homan in mehreren leitenden Funktionen bei der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE. Der darling-Präsident der Demokraten liess ihn mit dem sogenannten Presidential Rank Award auszeichnen.